Symptome und Ursachen von Sodbrennen

in Druckgefühl im Magen, es brennt im Brustraum und auch im Rachen kann der scharfe Reiz bemerkbar sein. Sodbrennen ist unangenehm und kann sogar ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein. Doch wie entsteht Sodbrennen? Welche Ursachen gibt es? Und was kann die Symptome lindern?

Das Sodbrennen wird empfunden als ein vom Magen über die Speise- und Luftröhre aufsteigendes Schmerzempfinden, ein regelrechtes Brennen der empfindlichen Schleimhäute. Eigentlich sollten die Muskeln der Speiseröhre das Aufsteigen des Mageninhaltes verhindern, beim Sodbrennen gelingt dies nur unvollständig oder gar nicht. Die Belastung des Schließmuskels am Mageneingang wird als der typisch drückende Schmerz knapp unterhalb des Zwerchfells empfunden. Ebenfalls typisches Brennen im Rachen wird durch den unverdauten Nahrungsbrei verursacht, der gemeinsam mit Magensäure bis zum Gaumen aufsteigt. Die Schleimhäute sind dagegen nicht gewappnet, der brennende Schmerz ist die Folge.

Doch nicht nur ein saures Aufstoßen kann Grund sein für Sodbrennen. Stress, großer Hunger, zu hastiges Essen oder eine nachteilige Speiseauswahl sind nur wenige Gründe zur Entstehung. In ungünstigen Fällen äußern sich organische Probleme in dieser Form als Symptom.  Möglich ist das Vorhandensein einer Refluxkrankheit. Hierbei ist der Magenschließmuskel grundsätzlich zu schwach, um den Nahrungsrückfluss zu verhindern. Eine ungesunde Lebensweise und falsche Ernährung können diese Schwäche zusätzlich verstärken. Schleimhautentzündungen können die Folge sein.
Auch eine bereits vorhandene Speiseröhrenentzündung ist möglicher Auslöser des Sodbrennens. Bakterien, Viren oder Pilze nisten sich in der Oberfläche der Schleimhaut ein und führen zu Beschwerden.  Die Ursache des brennenden Schmerzes kann auch unabhängig von Magen und Speiseröhre auftreten. Ein Zwerchfellbruch ist ebenso möglich. Dabei treten einzelne Teile des Magens am Übergang zur Speiseröhre durch das Zwerchfell. Grund ist die nachlassende Festigkeit des Zwerchfells, was insbesondere ab dem 50. Lebensjahr verstärkt auftreten kann.


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Ebenso ursächlich für Sodbrennen kann auch ein Reizmagen sein. Grund dafür sind meist jedoch keine organischen Störungen, sondern äußere Einflüsse. Begünstigt wird die Erkrankung durch einen ausgesprochen ungesunden Lebenswandel und übermäßigen Genuss von Nikotin, Kaffee und Alkohol. Neben dem Sodbrennen äußert sich ein Reizmagen besonders durch starke Schmerzen im oberen Bauchbereich, Übelkeit, Brechreiz und in schweren Fällen auch Magenblutungen.

Sodbrennen kann im schlimmsten Fall Auslöser oder Symptom einer Krebserkrankung sein. Im Vorfeld treten Gewebeveränderungen im unteren Bereich der Speiseröhre auf. Vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die fortwährende Reizung und Gewebewucherung zu einem bösartigen Tumor führt.


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Gerade häufiges Sodbrennen sollte durch einen Arzt untersucht werden, um schwerwiegende Probleme direkt fachmännisch beurteilen zu lassen. Bei gelegentlichem Sodbrennen können die Symptome jedoch auch selbst vermindert werden. Sehr erfolgreich ist der vollständige Verzicht auf Zigaretten. Es empfiehlt sich außerdem, sehr fetthaltige, saure und kohlensäurehaltige Speisen mit Vorsicht zu genießen. Häufig wirkt bei akuten Beschwerden ein Stück Brot oder warme Milch lindernd auf die gereizten Schleimhäute.

Ausgewogene Ernährung und Bewegung wirken dem Sodbrennen ebenfalls entgegen, vor allem bei Übergewicht. Um Symptomen während der Nacht vorzubeugen, empfiehlt es sich, nicht direkt vor dem Schlafen zu essen und den Oberkörper etwas erhöht zu lagern. Grundsätzlich gilt allerdings, sich ganzheitlich auf einen entspannten und ausgeglichenen Lebenswandel umzustellen. Das lindert nicht nur das Sodbrennen, sondern fördert insgesamt das eigene Wohlbefinden.