Was ist Sodbrennen?

Üppiges Essen oder ungezügeltes Trinken: Der Körper lässt derlei Sünden nicht ungestraft! Drücken im Oberbauch und ein säuerlich brennendes Gefühl vom Brustbein bis in den Rachen hinauf zeigen an, dass dem Magen ganz offensichtlich zu viel zugemutet wurde. Doch auch Stress und Kummer können mitunter „auf den Magen schlagen“ und sich durch schmerzhaftes Brennen im Hals- und Brustbereich bemerkbar machen. Sodbrennen – wie es entsteht und welche Symptome es hat: Der folgende Überblick gibt Aufschluss.

Entstehung von Sodbrennen

Egal ob Sonntagsbraten oder Frühstücksmüsli: Alle Nahrung, die wir zu uns nehmen, wird im Magen für die nachfolgenden Verdauungsprozesse vorbereitet. Der Magen als zentrales Verdauungsorgan: Hier wird die Nahrung bestmöglich mit Magensaft durchsetzt und zu einem homogenen Speisebrei vermengt, damit die darin enthaltenen Nährstoffe optimal vom Körper aufgenommen werden können. Um diese Arbeit zu vollbringen, benötigt der Magen große Mengen an Magensaft. Dieser Saft, von dem der Körper jeden Tag zwei Liter produziert, enthält aggressive Wirkstoffe wie Pepsin und Salzsäure. Sein pH-Wert liegt zwischen 0,9 und 1,5. Werte, die ausgesprochen sauer sind, dafür aber die Nahrung effektiv zerlegen und schädliche Bakterien zuverlässig töten! Der Magen selbst ist durch eine zähe Schleimschicht gut vor diesem aggressiven Saft geschützt.

Und auch die Speiseröhre ist mit einer Schleimschicht ausgekleidet. Diese ist jedoch weitaus durchlässiger als die Schutzschicht im Mageninneren und kann dem Magensaft nicht lange widerstehen. Zu ihrem Schutz ist die Speiseröhre daher mit einem Schließmuskel versehen, der ein Übertreten des Magensaftes verhindern soll. Ist dieser Muskel allerdings geschwächt, kann es zum Rückfluss des Nahrungsbreies in die Speiseröhre kommen. Da dieser auch große Mengen an Magensaft enthält, kommt es zu einer Reizung der empfindlichen Schleimhaut. Sodbrennen – das brennende Gefühl in der Speiseröhre entsteht!

Sodbrennen Symptome

Zu den charakteristischen Symptomen von Sodbrennen gehört das stechend-brennende Gefühl, das vom Oberbauch ausgehend, die Speiseröhre hinauf zu spüren ist. Teilweise reicht dieses unangenehme Brennen bis in den Hals und in die Rachenregion hinein. Gelangen Teile von saurem Speisebrei dabei bis in den Mund, so wird vom „sauren Aufstoßen“ gesprochen. Sodbrennen kann auch mit säurebedingten Symptomen im Oberbauch einhergehen. Diese sind zumeist als Magendruck oder Magenschmerz zu spüren.

Auch ganz andere, nicht die Speiseröhre betreffende Erscheinungen können das Sodbrennen begleiten. Heiserkeit, chronischer Husten, Asthma, chronische Kehlkopfentzündungen und sogar Zahnerosionen zählen zum Spektrum der Symptome. Sodbrennen – fast schon ist es als Volksleiden zu bezeichnen, denn gut ein Drittel aller Deutschen leidet am säurebedingten Schmerz. Halten die Symptome längere Zeit an, sollte zur Sicherheit ein Arzt hinzugezogen werden.

 

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